Leseförderung

Wir haben uns an der GS Mühlenweg für ein Fibelwerk entschieden, das mit der Methode „Vom Schreiben zum Lesen“ arbeitet. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, die Kinder, die mit sehr unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen in die Schule kommen, von Anfang an in ihrem Lese- und Schreiblernprozess individuell zu fördern und zu unterstützen. Jedes Kind bekommt eine Anlauttabelle und lernt zunächst, wie gesprochene Sprache aufgeschrieben wird. Kinder, die mit den Buchstaben und Lauten bereits vertraut sind, haben gleich die ganze Buchstaben-Laut-Palette zu Verfügung, andere Kinder lernen in ihrem individuellen Lerntempo nach und nach die einzelnen Laute und Buchstaben kennen. So kann jedes einzelne Kind, je nach Vorkenntnissen, motiviert und mit Erfolgserlebnissen lernen.

Was sind eigentlich Lesemütter?

Da fragen Sie genau die Richtigen! Wir – das sind fünf ehemalige Lesemütter – berichten gerne von diesem Projekt, das in den 1. und 2. Klassen der Grundschule Mühlenweg stattfindet.

Einmal pro Woche haben wir für die Dauer einer Unterrichtsstunde die Klasse unserer Kinder besucht. Dort wurden die Schüler in kleine Gruppen aufgeteilt. Die einzelnen Gruppen durften sich selbständig eine Lektüre aussuchen, die die Lehrerin vorher in großen Kisten bereitgestellt hatte. Nun musste jede Lesemutter mit „ihren“ Kindern nur noch ein ruhiges Plätzchen finden (z. B. in der Pausenhalle, einer gemütlichen Ecke auf dem Flur oder in einem gerade leer stehenden Klassenzimmer), damit alle das Lesen ungestört genießen konnten.

Die Bücher wurden aufgeschlagen und reihum lasen die Kinder vor. Anfangs gestaltete sich das Lesen natürlich noch etwas schleppend. Doch das sollte sich bald ändern! Mit der Lesefähigkeit der Kinder wuchs auch die Seitenzahl der ausgewählten Bücher. Was gab es plötzlich für viele, aufregende Geschichten zu entdecken: Tier- und Kinderabenteuer, Spannendes von Piraten, Hexen und Räuber bis hin zu kurios verdrehten Erzählungen, die einfach nur witzig sein sollten.

Eines können wir Ihnen versichern, die Kinder haben sich immer auf dieses besondere Lesevergnügen gefreut. Und wir Mütter? Ob Sie`s glauben oder nicht, wir auch! Apropos, wie wärs mal mit „Lesevätern“?

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